Gemüseanbau in der Steiermark

Allgemeines
Die Zentren des steirischen Gemüsebaus sind die klimabegünstigte Südoststeiermark sowie der Raum um Graz.

Anbau
Im Freiland stellen Chinakohl, Kren, Salat, Kraut und Käferbohne die  wichtigsten Kulturen dar. Die flächenmäßig wohl bedeutendste Kultur in der Steiermark ist jedoch mit etwa 12.000 ha der steirische Ölkürbis. Im geschützten Anbau, vorwiegend im Folientunnel, werden Paradeiser, Gurken, Paprika, Salat und in geringen Mengen auch Melanzani kultiviert. Durch den nicht unbedeutenden Anteil der Direktvermarkter kann jedoch das Angebot an Gemüsekulturen eines einzelnen Betriebes sehr vielfältig sein.
Vielfalt
Im steirischen Gemüsebau herrscht die Kleinstruktur vor. Obwohl in der Steiermark, abgesehen vom Ölkürbis die Gemüsefläche gering ist, ist bei etwa 950 Gemüsebetrieben (ohne Ölkürbis) die Anzahl der Betriebe vergleichsmäßig hoch. 2005 wurden in der Steiermark auf etwa 1.600 ha etwas mehr als 55.000 t Gemüse produziert.
Vermarktung
Die Vermarktung von steirischem Gemüse erfolgt auch über die EO- Gemüse. Bereits 1994 gründeten Produzenten und Vermarkter die Erzeugergemeinschaft „Steirisches Gemüse“ Durch die Bündelung des Gemüseangebotes aus den kleinstrukturierten Gemüsebaubetrieben und Integration der steirischen Gemüsevermarkter gelang es, gegenüber den Handelsketten eine stärkere Markposition für steirischen Gemüse mit der Marke „Steirerland Gemüse – in Erde gewachsen“ aufzubauen. Eine wichtige Absatzmöglichkeit für die Betriebe stellt jedoch auch die Direktvermarktung dar.
Steirisches Freilandgemüse
Flächenmäßig sind in der Freilandproduktion Kren und Chinakohl, aber auch Käferbohne, Salat und Kraut die bedeutendsten Kulturen. In etwa 100 Krenbetriebe produzierten auf 280 ha gut 3.000 t Kren. Der Anbau von Kren erfolgt verstärkt im Vertragsanbau für die Verarbeitung. Chinakohl kam 2005 auf 290 ha bei einer Produktion von 11.600 t. Neben Kren und Chinakohl stellt auch das Grazer Krauthäuptel eine typisch steirische Kultur dar. In etwa 6 Mio. Stk. wurden 2006 vermarktet. Insgesamt wurden 2006 auf cirka 250 ha 5.500 t Salate produziert und auf etwa 100 ha 7.000 t an Kohlgemüse. Neben dem steirischen Ölkürbis wurde auch die steirische Käferbohne in den Katalog der Genussregionen aufgenommen. Der Anbau in der Südoststeiermark erfolgt dabei überwiegend in Kombination mit Mais, der der Bohne als Stützpflanze dient. Ca. 60 Betriebe produzierten auf etwa 220 ha 250 t des Genussregionsproduktes. 
Gemüse aus dem geschützten Anbau
Im Folientunnel wurden in der Steiermark 2006 in etwa auf 50 ha Tomaten kultiviert und auf insgesamt rund 25  ha grüne Paprika, Gurken und weiteres Fruchtgemüse produziert. Im Tomatenanbau setzen sich verstärkt die Rispentomaten durch, auch wenn 2006 deren über die EO vermarktete Menge mit ca. 1.000 t noch unter der abgesetzten Menge der runden Paradeiser liegt. Allein über die EO- Gemüse wurden 2006 2.400 t runde Paradeiser, 800 t an Cocktailrispen und 1,8 Mio. Paprika  vermarktet. An Gurken wurden 2006 rund 950 t im geschützten Anbau produziert.